Taubert Barbara

Zahntechnikerin

 


Rhönstr. 56

63477 Maintal

Deutschland


Telefon06109 - 379703

E-mail: btaubert@gmx.net


Sie arbeitete bei uns vom 29. Juli bis 18. August 2006.

Sie arbeitete bei uns vom 3. April bis 30. Mai 2010.

Herzlichen Dank.


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Bienvenido a Guadalupe!

 

Fast alle Erfahrungsberichte fangen in Quito bei den liebenswerten Proanos an. So auch meiner.

 

Bei ihnen lernte ich Kerstin, Technikerin aus Wien, kennen, die schon am nächsten Morgen nach Guadalupe weiterreiste und mit der ich dann später zwei Wochen supergut zusammenarbeitete. Ich blieb eine ganze Woche in Quito, hab vormittags in einem Sprachkurs meine rudimentären Spanisch-Kenntnisse etwas aufgebessert und nachmittags Quito und Umgebung erkundet.

 

Am Ende der Woche bin ich dann runter nach Guadalupe – die abenteuerlichste Fahrt meines bisherigen Lebens, keineswegs gefährlich, nur sehr sehr spannend, weil zwar die einzelnen Stationen (auf der homepage unter Mitarbeit, Reiseroute in Ecuador) bekannt waren, aber vieles doch unwägbar war, gesucht und erfragt werden musste. So war z.B. die Brücke über den Rio Zamora bei La Saquea wegen Bauarbeiten für Fahrzeuge gesperrt, also: vor der Brücke Fahrtende, Gepäck zusammensuchen, damit über die Brücke, neuen Bus Richtung Yacuambi suchen (nicht nach Yantzaza!) und nicht glauben, es gäbe so ein Haltestellenschild mit Zielort und Abfahrtszeiten! Aber egal wo ich war, ich kam immer schnell mit den Einheimischen ins Gespräch und habe so viele liebe Leute kennen gelernt, die mir weitergeholfen haben – mir wird immer noch ganz warm ums Herz, wenn ich mich erinnere.

 

Ich bin also nach etwa 9 Std. (der Flieger nach Catamayo hatte in Quito schon über 2 Stunden Verspätung, keine Ahnung, warum) glücklich in der Mission angekommen, nach einem Gang über die sagenhafte Hängebrücke über den Rio Yacuambi, die das Missionsgelände mit dem Örtchen Guadalupe verbindet (man stelle sich vor: eine ca. 95m weit gespannte, schwankende Brücke, über die vor ein paar Jahren alle Materialien für den Bau von Kirche, Klinik und aller übrigen Häuser getragen wurden!). Leider konnte ich Georg nicht kennen lernen; er war während meines Aufenthalts in den USA, und ebenso bedauere ich, dass die hermanas schon nach eineinhalb Wochen die Mission verließen, um sich in Quito mit ihren anderen Ordensschwestern zu treffen. So waren wir in meiner letzten Woche in kleinster Besetzung in der Klinik: allen voran die unermüdliche und unersetzliche Armanda, Sigrun, die junge Zahnärztin aus Deutschland, Kristin, die Internistin aus den USA, Rita in der Aufnahme/Apotheke, Lida als Assistenz für Sigrun und Zoila, die lecker für uns gekocht hat.

 

Die drei Wochen, die ich in Guadalupe verbracht habe, haben mir sehr gefallen. Über die Mission, die Landschaft, die Menschen dort, den Klinikalltag, das Labor lässt sich im Erfahrungsbericht von Hadelinde Thrun ausführlich nachlesen, das möchte ich hier nicht wiederholen. Auch wenn es natürlich Unterschiede auf Grund der Dauer des Aufenthalts und der Besetzung der Klinik gibt, die Begeisterung für dieses Projekt teile ich (wohl nicht nur) mit Hadelinde!

 

Was mich darüber hinaus noch sehr beeindruckte: die Ruhe, die nachts nur vom Grillenzirpen, Froschgequake und Vogelschrei begleitet wird, die Vielzahl der Insekten- und Vogelarten (man glaubte kaum, dass das ein Insekt ist, das da nachts am Fenster hängt, so merkwürdig der „Stachelfriedrich“ - von Sigrun so getauft). Wunderschöne Schmetterlinge und Vögel in allen Größen und bunt schillernden Farben, morgens beim Frühstück auf der Terrasse die Vögel mit dem ritzegelben Bauch, klitzekleine Schwalben unterm Dach, sogar einen Kolibri hab ich gesehen...... unglaublich, was da alles kreucht und fleucht. Und der Sternenhimmel mit Milchstraße! So schön und nah hab ich die Sterne nur in Guadalupe funkeln sehn! Also, lieber Leser: NIX WIE HIN!!!

 

Zum Schluss noch ein paar praktische Tipps, die ich gerne weitergeben möchte:

 

Probleme gabs mit dem Übergepäck - Klinikmaterial, das Dr. Piero mir zugeschickt hatte und Labormaterial, das ich bei hiesigen Firmen (VITA, DeguDent und Merz-Dental) sammeln konnte. Lufthansa hat meine Bitte um kostenfreie Beförderung abgeschlagen, so dass 30kg Übergepäck 900 € gekostet hätten! So hab ich einen 20kg schweren Koffer einige Tage vor meinem Abflug bei der hiesigen Post für 82€ aufgegeben, der dann mit DHL auch tatsächlich nach 3 Wochen unter großem Jubel in der Klinik ankam.

Beim Einchecken musste ich 3 Flaschen KaVo-Pflegespray für Hand- und Winkelstücke aus dem Gepäck entfernen; das Gefahrenzeichen „hochentzündlich“ (das übrigens auch auf jeder Haarspraydose prangt) war der Anlass zur Besorgnis.

Ich hatte dann noch 3 kg über die erlaubten 20kg, musste aber nur 1kg, also 30€ bezahlen. So was find ich total ärgerlich, besonders wenn ich bedenke, dass ich selbst gut 15kg mehr wiegen könnte, ohne fett zu sein! (Von Winfried Dannenberg, den ich vor meiner Heimreise noch in Quito getroffen hab, hab ich gehört, dass er zwar auch seinen Schaff hatte mit Spenden-Übergepäck, letztendlich aber 10 kg kostenfrei mitnehmen konnte.) Also: die Fluglinien regeln sehr unterschiedlich; am besten frühzeitig versuchen, einen Spenden-Deal zu machen, am besten schriftlich, solange vom Förderverein keine Sponsoren in diesem Bereich gefunden sind. Oder den Weg mit DHL nutzen.

 

Das Labor war zur Zeit meiner Abreise mit Frontzahngarnituren gut ausgestattet.

Es wäre sicher nicht verkehrt, nicht zu große Seitenzahngarnituren in A2, A3, B2 und B3 mitzunehmen – da waren nur noch Reste. Und sehr hilfreich war die Tatsache, dass mich Wolfgang Müller von „Maintaler Zahntechnik“ mit Silikon und Härter ausgestattet hat (vielen Dank, lieber Wolfgang!) – das alte Material ist überlagert und Gipsvorwälle sind nicht so der Hit!

 

 

Leider konnte ich natürlich in der Kürze der Zeit nicht so viele Ausflüge machen und hab relativ wenig vom Land gesehen. Aber das, was ich gesehen habe, lässt mich wünschen, eines Tages dieses wunderbare Land ausführlich zu bereisen und auch noch einmal in der Clínica Misional „Nuestra Senora de Guadalupe“ mitzuarbeiten.

 

September 2006

 

 

 

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Fachdidaktische Aspekte Zahntechnik 10 (2009)

 

 

 

 

 

 

 

Das dental labor, LV, Heft 11, 2007

 

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